Sie legt ihren Kopf aufs Kissen und gähnt. Kurzes Schmatzen, schnell wieder Augen zu und weiterpennen. Kuschlig unter der Decke, schön warm. Sie träumt, ihre Füße bewegen sich, sie atmet schneller und macht lustige Schlafgeräusche. Sie dreht sich um, zu mir, wir teilen uns das Kissen, jede Nacht, sie streckt Arme und Beine und legt ihren linken Arm um mich. Ich muss lächeln und gebe ihr einen kleinen, sanften Kuss auf die Stirn. Sie träumt weiter, zittert, läuft, was sie wohl sieht? Sie liegt in meinem Arm, Liebe durchfließt meinen ganzen Körper und mein Herz und ich wünsche mir, sie bleibt ganz lange so liegen…

Meine Katze Rosi ist ein Riesenschatz. Eine besondere Persönlichkeit mit Macken und liebenswerten Eigenschaften. Ich kann mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen und ich bin so glücklich, ihr ein Zuhause zu geben, nachdem sie von Menschen enttäuscht, gequält und ausgesetzt wurde.

Als ich 12 Jahre alt war, hatten wir bereits drei Katzen verloren, die ich als Haustiere aber nicht Freunde verstanden hatte. Dann kam Ronja in unser Leben, eine treue Seele, die 13 Jahre nicht von unserer Seite wich. Sie war unser Baby, nicht weil sie verhätschelt wurde, nein, weil sie Teil der Familie war und soviel Aufmerksamkeit wie ein kleines Kind brauchte.

Ich sah nicht die Verbindung zwischen ihr und den Tieren, die ich aß. Ich war nicht wie Moby oder meine vegetarischen Schulfreunde. Aber ich liebte Ronja über alles.

Kennt ihr Esther the Wonder pig?
Sie hat eine Familie in den USA derart verzaubert, dass ihre beiden Väter im Handumdrehen Veganer wurden und nun ein Farm Sanctuary gründen wollen, um Tiere wie sie zu retten.

Tiere mit Macken und tollen Eigenheiten, wie sie alle es sind, nur manche geraten in die Schublade des Nutzens. Statt des Liebens in einem Zuhause. Derek und Steve dachten, Esther wäre “nur” ein Minischwein. Und entdeckten soviel mehr an ihr.

Dass alle Tiere leiden, fühlen, empfinden und ihnen sogar Etwas peinlich sein kann, ist keine unbestätigte Vermutung mehr.
Dass sie uns und Andere zurück lieben können, aber nicht müssen, ist erforscht worden… Sie sind alle gleich.

Sie dürfen nicht so grausam für all das, was die Menschen ihnen antun, leiden und sterben. Es ist nicht rechtens. Das wissen die meisten, und ignorieren es. Karnismus.

Dazu eine Sammlung von lesenswerten Artikel der letzten Zeit:

Ich liege da und sehe Rosi an. Sie kuckt zurück und träumt bald weiter. Vielleicht träumt sie wie ich von einer Welt ohne Tierausbeutung und -leid. Die wir wahrscheinlich beide nicht mehr erleben werden. Mensch, du Gewohnheitstier.